Gottesdienst

Liebe Gemeinden, liebe Leserinnen und Leser jetzt im Advent,


dieses Jahr sind wir zu sehr von der Sonne verwöhnt worden, auch jetzt im Herbst. Von wegen bibbernde Kälte und Dunkelheit, dass wir uns nach ad-ventlicher Wärme sehnen, Weihnachten mitten im kalten Winter? Eher nein.
Doch das innere Leuchten und Geborgensein, wie es uns die Kerzen in der Dunkelheit vermitteln, vermissen manche. Denn auch dieses Jahr hat sie herausgefordert, hat ihnen manches zugemutet, was ganz und gar lichtlos war, was sich nicht leicht wegstecken lässt. In diesen Fällen ist eine Kerze natürlich keine Lösung, mehrere Kerzen machens auch nicht besser. Aber die Kerzen weisen uns auf Gottes Sohn hin. Inmitten den kalten Weiten des Universums oder auch mitten im hitzigen Getümmel unserer so menschenbestimmten Welt ist überall Gott. Und so ist er mitten unter uns in seinem Sohn, in einem Menschen, der ganz zu Gott gehörte und gehört. Menschsein ist kein Unfall der Natur, sondern lässt uns jetzt und immer teilhaben am Geist Gottes, der alles geschaffen hat und alles vollenden wird.
Das ist ein Lichtblick, manchmal tun wir uns schwer damit und wollen ihn nicht für uns gelten lassen. Ja, viele andere leben im Licht, sie haben Glück, sie können das Licht Gottes direkt fühlen, aber ich? Ich bin fest überzeugt, dass sich warten und hoffen lohnt, wie es die Strophe aus einem Kinderlied singt. Es gibt sie eigentlich nicht, die blinden Zufälle. Vieles läuft nicht gut, lässt uns auch ohne Verständnis zurück, aber auch wenn wir es gerne leichter hätten, zuletzt im Licht des Gottessohnes Jesus ergibt es doch ein Großes Ganzes, das mich staunen lässt. Als Licht in der Welt gibt er den Realitäten nochmal eine andere Sicht und einen anderen Zugang.
Das Licht des Advents, die Nähe des Gottessohnes Jesu Christi soll Sie in der Zeit, die vor uns liegt, begleiten. Eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2019

 

Pfarrer Reinhard Caesperlein

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